baahbaahbanküberfall
July 28th, 2009

… die gauner sind immer und überall…
maskenball im kanzleramt
July 27th, 2009
nach der buchpräsentation waren gerhard und angela noch mal schnell ins kanzleramt rüber geflogen.
zur feier des tages macht angela ein paar flaschen bier auf und bot dem altkanzler eine cohiba an.
schon nach der 15. flasche war die stimmung richtig locker und entspannt. die zunge wurde beiden etwas schwer. gerhard war eigentlich nur noch wodka gewohnt und musste sich von der klimakanzlerin auf dem weg zur toilette stützen lassen.
während der alkanzler auf dem klo zugange war, setzte angela sich die neue wiedeking-maske auf.
als gerhard vom klo zurück kam und angela unvermittelt mit der maske vor ihm stand, stoppte er abrupt, wankte leicht, schielte etwas erstaunt in ihre richtung “wieiieideking, alller gauner wie kommsd su denn hier her…”.
angela gröhlte los und mit den worten “abba gerhard ich binns doch … ” gab sie sich zu erkennen. beide begannen laut zu lachen.
nach dem sie wieder platzgenommen hatten, spielten sie eine runde aufsichtsratssitzung bei porsche.
“hasse du mal feuer wiedeking?” lallte gerhard.
“klar gerhard” antwortete die klimakanzlerin mit verstellter, tiefer stimme und zündete sich ein bündel hunderter an.
gerhard paffte die zigarre an, zog genüsslich und lehnte sich zurück “sag mal angela, woher hast du denn jetzt das ganze spielgeld?”.
die klimakanzlerin lehnte sich vor und blickte dem altkanzler ernst in die augen. nach einer kurzen pause flüsterte sie ein wort “sofin.”
wieder gröhlten und johlten beide lautstark los.
es war eine laue sommernacht und da die fenster im kanzleramt weit offenstanden war das lachen bis hinüber zum prenzlauer berg und nach kreuzberg zu hören. ein paar besorgte bürger erwachten kurz aus einem unruhigen schlaf. einige von ihnen wunderten sich für einen ganz kurzen moment, wer denn wohl so spät noch am feiern sein könnte.
die situation war für alle nicht einfach
July 25th, 2009
auch die geschäftsleitung hatte es in dieser situation nicht leicht. thorsten, pia und kai wussten das natürlich.
über 95% der belegschaft mussten sie aufgrund der schwierigen absatzlage am weltmarkt entlassen, um das unternehmen durch die krise zu bringen.
aber allen war klar, mit vereinten kräften und einer positiven grundeinstellung würde man auch diese neue herausforderung meistern. teamgeist war in dieser situation mehr denn je gefragt. von daher war es allen eigentlich ganz recht als die anweisung von oben kam.
“vereehrte kolleginnen und kollegen, sie alle leisten außergewöhnliches, doch die verantwortung für unser unternehmen endet auch am feierabend nicht. die krise erfordert von uns allen den maximalen einsatz. nur wer bereit ist auch in schwierigen zeiten 110% zu geben, kann später die ernte einfahren. aus diesem grunde möchten wir sie noch einmal daran erinneren, den kunden und anderen mitarbeitern auch in schwierigsten situationen stets mit einem freundlichen lächeln zu begegnen.”
während thorsten mit der situation einigermaßen zurecht kam, wurden kai und pias gesichtsmuskeln in den letzten tagen verstärkt von krämpfen und unkontrollierbaren zuckungen geplagt.
zur motivationssteigerung hatte man überall im büro boxen aufgestellt, aus diesen schallte wieder einmal in ohrenbeteubender lautstärke die live-version des abba-klassikers “the winner takes it all.“
jetzt bloß nicht hysterisch werden, schrie thorsten gegen den lärm an. pia und kai lächelten.
die neue strategie
July 23rd, 2009natürlich waren alle zuerst skeptisch als es hieß karl theodor würde die neue strategie für den onlinewahlkampf 2009 vorstellen.
annette raunzte der klimakanzlerin zu “onlineinternet? hat der denn davon ahnung, angie?”. “ahnung? diese flachpfeife? ich bitte dich. der kann einen laptop nicht von nem dax-konzern unterscheiden. aber er schaut immer so ernst und intelligent und wirkt dabei so jungdynamisch. das sind echte kernkompetenzen, sowas gibts heute ja auch nicht mehr all zu oft.” antwortete angela, seufzte und beobachtete dabei ihren kriegsminister beim telefonieren mit kunduz.
“also meine damen und herren” begann karl theodor von und zu gutenberg “wie bereits angekündigt habe ich mir ein paar gedanken über unsere onlinestrategie gemacht. das wird ja zunehmend wichtiger um die jungen community-bewohner zu erreichen und dort abzuholen. auch wenn die meisten dieser wähler ja leider recht unterbelichtet sind.”
“sind sie das nicht alle?!” unterbrach angela und lachte lautstark auf, alle außer ursula stimmten in das gelächter ein.
“pädokriminelle verbrecher sind das!” schrie ursula dazwischen. “unfassbare perverse mit hang zu brutalstem kinderfoltersex und noch schlimmeren. ich halte das für einen schweren fehler, angela”.
die blicke richteten sich auf ursula van der leyen, die mit verbissenem blick und stolzgeschwellter brust in der ecke stand. “ach halt doch dein dummes maul, ursula.” rief brigitte lakonisch.

karl theodor kam etwas aus dem konzept “also, meine damen, wenn ich um ruhe bitten dürfte…” kam jedoch nicht weit, denn ursula unterbrach ihn mit einem lauten “ich rede wann ich will, online-arschloch! schliesslich habe ich 6 kinder auf die welt gebracht und mache karriere.”
die runde verdrehte genervt die augen “geht das jetzt wieder los, ursula?” warf die kanzlerin ein. ursula blickte die klimakanzlerin mit eiskaltem blick an, schwieg aber. “karl theodor, wenn du bitte fort fahren würdest.” sprach die klimakanzlerin etwas entnervt.
“sehr gerne.” karl theodor räusperte sich kurz “also unsere onlinestrategie … ich habe mir dazu diesen laptop besorgt.” karl theodor präsentiert das gerät “und ihn auch gleich ans internet anschliessen lassen.” er blickte stolz in die runde.
“ich habe dann auch sofort mit dem recherchieren begonnen. was allerdings seltsam war, ich konnte praktisch keine seite aufrufen. immer wenn ich etwas gesucht habe, kam danach eine seite mit einem stopschild.”
die runde blickte sich peinlich berührt an, betretene blicke wanderten zu ursula, dann zu brigitte, dann zur klimakanzlerin.
jung telefonierte “ja, panzer… ja… ja immer drauf halten. ach der taliban ist ein arsch. keine sorge um diese primitiven untermenschen. macht die mal richtig platt. die sollen da unten mal sehen was deutsche wertarbeit ist. … letztlich ist das auch noch gut für den export… ja… hahahah.“
ansonsten schweigen im raum.
“ähm. ja karl theodor. das ist ja seltsam… aber … und wie gehts weiter?”
der wirtschaftsminister blickte dramatisch in die runde, “davon habe ich mich natürlich nicht abschrecken lassen” sprach er, erhob sich ging zur rückwand des raums und zog die vorhänge zur seite. nach einer kurzen pause fuhr er fort. “da bin ich natürlich sofort mit all meinen akten in den flieger gestiegen und habe diese papierrollen bestellt. 1000 tonnen, insgesamt 100 km.” “ja und?” fragte die klimakanzlerin wenig beeindruckt.
“da drucken wir die onlinecommunities im internet jetzt alle drauf. also dieses twitter und facebook, studivz, google und youtube und wie das eben alles heißt in der community.”
karl theodor blickte ernst in die runde. niemand reagiert, unbeirrt fuhr er fort “das verteilen wir dann in ganz deutschland. praktikanten gibts genug, die sind doch froh wenn sie überhaupt arbeiten dürfen.” annette nickte zustimmend.
es entstand eine längere pause, niemand wusste so richtig etwas zu sagen.
“mein gott das ist ja wie bei opel.” flüsterte brigitte.
die anderen überhörten den kommentar.
dann sprach die kanzlerin ihr machtwort “ja. also ich finde das klingt doch schon mal ganz gut. ich würde vorschlagen wir machen das so.” über karl theodors ernstes gesicht huschte ein lächeln.
“ich muss jetzt aber auch los” sprach angela weiter “mittagessen mit dem alten fettsack. das trifft sich aber ganz gut, da kann ich mit dem gleich mal über die finanzierung sprechen. der wolfgang sagt es gäbe keine koffer mehr in lichtenstein. aber ich persönlich glaube das unserem werten herrn innenminister ja nicht.”
die klimakanzlerin stand auf und ging richtung tür, drehte sich noch einmal kurz um “karl theodor, du regelst das bitte alles, ja.” “selbstverständlich angela” strahlte karl theodor.
während ursula noch überlegte wie sie die kinder vor diesen gräßlichen papierbergen schützen könnte, setzte der kriegsminister sein telefonat fort “ja… onlinewahlkampf … hahahah… ja das wird ne ganz tolle nummer…. klar können wir da auch die bundeswehr einbeziehen… twitter?… ja natürlich wenn sie meinen. ich twitter ihnen das gerne … wichtig ist nur, dass sie da unten alles platt machen. es geht um die sicherheit deutschlands… ach. ja… das wissen sie ja…. hahahhaha.“
auf einmal fiel brigitte ein, dass sie doch eigentlich sozialdemokratin ist. schnell verliess sie den raum. hatte ja auch zum glück sonst niemand bemerkt.
es lief mal wieder wie geschmiert
July 22nd, 2009
sascha lobo war hoch zufrieden mit sich und dem ergebnis. die show lief super und der ausgehandelte beratervertrag würde ihm die neue villa im tessin komplett finanzieren.
die beiden trottel hatten den ganzen 2.0-unsin voll geschluckt und wollten jetzt auch unbedingt flagge zeigen. während er sich noch insgeheim darüber wunderte, wie es ihm nur gelungen war, den beiden die roten jackets aufzuschwatzen, wurde die heuschrecke serviert. eine junge, attrakive sozialdemokratin brachte das zuvor beteubte tier auf die bühne. müntes große stunde war gekommen.
auf lobos signal hin kam der entscheidende tweet rein “herr müntefering, vielen dank dass sie sich die kostbare zeit für uns kleine bürger nehmen. eine bescheide frage bitte: wie werden sie uns, den kleinen mann und die kleine frau
vor dem entfesselten raubtiercasinokapitalismus schützen?”
münte lächelte selbstsicher ins publikum. “das kann ich ihnen sagen. zum einen werden ich und frank walter steinmeier von nun an immer diese rote jackets tragen und zum anderen … ” münte legte eine kurze pause ein, griff sich die heuschrecke und berührte dabei wie zufällig die brust der jungen sozialdemokratin “… sehen sie sich diese heuschrecke an!” er hob das tier empor, führte es entschlossen zum mund, biß ihm den kopf ab, schluckte ihn runter und schob den rumpf des tieres hinterher. dann blickte er, so cool wie es ihm mit einer heuschrecke im mund eben möglich war, ins publikum.
die leute brauchten einen kurzen moment um zu realisieren was gerade geschehen war. erhoben sich dann aber von den stühlen und begann zu applaudieren, stehende ovationen folgten. sprechchöre setzten ein “münte-münte-münte-s-p-d”
steinmeier beobachtete das schauspiel völlig entgeistert. warum nur war er nicht beim geheimdienst geblieben, fragte er sich. eigentlich war es da doch immer ganz nett. da konnte er von morgens bis abends machen was er wollte. vor allem konnte er dort - und das war ihm eigentlich immer das wichtigste - wann immer es ihm gefiel, die lustigen bunten anzüge tragen. in diesem moment bereute er seine entscheidung zutiefst.
eventuell sollte er nach der wahl ganz einfach zurück kehren.
um lobo, dieses aufgeblasene pr2.0-würstchen würde er sich als erstes kümmern. etwas waterboarding in guantanamo, das wäre das richtige für diesen kleinen wichser, dachte steinmeier. er blickte schief zu lobo rüber, nickte kaum merklich in seine richtung und lächelte. lobo grinste stolz zurück und zwinkerte dem kanzlerkandidaten der spd verschwörerisch zu.
lisa war überglücklich
July 21st, 2009
lisa war überglücklich. sie wusste genau, sie hatte alles richtig gemacht. das studium an einer der besten universitäten des landes in rekordzeit durchgezogen, dazu zahlreiche praktikas bei den renommiertesten wirtschaftskanzleien der welt und mehrere auslandssemester - unter anderem in harvard und cambridge! in der verbliebenden knappen freizeit hatte sie spenden für die hungernden negerkinder im sudan gesammelt und verschiedenen charity-events organisiert, außerdem aß sie aus prinzip nichts was augen hat. körperlich war sie in topform, zum beweis hatte sie ihre cheerleaderpokale unauffällig auf dem tisch drapiert.
jetzt musste sie nur noch warten bis der geile phil ihren vertrag mit dem topgehalt in der personalabteilung für sie durchgeboxte hatte und dann konnte ihre karriere richtig losgehen. sie fühlte sich jetzt schon fast heimisch bei swith, swith & partners und freute sich auf die bevorstehenden fusionsverhandlungen mit fuckers inc bei denen sie teilhaben würde. sogar einen kugelschreiber und einen gummibaum hatten sie schon für sie bereit gestellt. es war toll.
einzig die kleine kiste mit dem fragezeichen auf dem tisch irritierte sie etwas. je länger sie drauf starte, desto stärker überkam sie das gefühl irgendetwas übersehen zu haben. auf einmal musste sie furzen.
latte macchiato is alle
July 20th, 2009
brenzlig wurde die situation eigentlich erst als einige von ihnen nach dem shoppen verwundert feststellten, dass der latte macchiato alle war. es dauerte etwas bis die menschen aus ihrem schockzustand erwachten. aber als dann zunehmend klar wurde, in welcher ausweglosen situation sie sich befanden, flippten sie völlig aus. ein leben ohne latte macchiato, das war doch kein leben. dafür sollten sie hängen, die verdammten sozialdemokraten!
ein wunderbarer tag für hans
July 20th, 2009
was für ein tag!
hans war überglücklich. nach all den anstrengenden jahren bei der hypo real estate war es endlich soweit, horst schenkte ihm zur belohnung auch so ein tolles buntes jackett. “hier hast du dein tolles buntes jacket für deine hervorragenden dienste. es ist so ähnlich wie jenes, das ich vom iwf bekommen habe.” sagte horst mit seinem lausbubengrinsen, das alle so liebten. dann fuhr er fort “auch du hast als stütze unserer gesellschaft großes geleistet und deswegen denk immer dran lieber hans: ehrlich arbeit muss auch ordentlich belohnt werden.”
beide blickten sehr ernst als sie in ihren bunten jackets davon fuhren.
fedpolice
July 17th, 2009business as usual - freiheit verteidigen. jetzt!
July 17th, 2009
per twittertweet kams eben rein: am hindukusch ist krieg. der taliban geht völlig unverhältnismäßig aggressiv gegen unsere jungs im humanitären einsatz vor. büros in kunduz haben heute geschlossen. die prowerpoint-präsentation der bilanzen fällt aus.
wo bleibt das verdammte napalm?
simcontroll
July 16th, 2009
doofer blödmann
July 16th, 2009
desktop winxp 15072009
July 15th, 2009
some nice guys from the ’system’
July 15th, 2009
gewinne sprudeln wieder!
July 15th, 2009
respect!
July 14th, 2009Systemrelevant?
July 14th, 2009


desktop 10072009
July 10th, 2009
doener donner doomsday!
July 9th, 2009
Art is just a word
January 28th, 2009KUNST IST AUCH NUR EIN WORT
simcontroll rom
January 12th, 2009
Trendanalyse Experten sehen Gleichgewichtsausgleich
January 10th, 2009
paris
January 8th, 2009
Unter Bankstern - TPserie
January 7th, 20091) Von Banken und Nullen
2) Die Banken und das liebe Geld
3) Aufstieg und Fall der schweizerischen Banken
4) Raubritter, Blindflieger und Verbrecher
5) Banken spielen mit Krisen
6) Die geplante Innovationsverhinderung
7) Machtspiele im Spielcasino
pi’s lieblinsabschnitt - nicht uninteressant zum verständnis der machtverhältnisse im kapitalismus:
“Nach der Finanzkrise von 1907, die ganz nach dem erprobten Rothschild-Rezept Zehntausende um ihr Vermögen brachte, wurde dem Volk die Notwendigkeit einer Zentralbank eingeredet. Dies führte zur Geburtsstunde der vom Hause Rothschild forcierten Federal Reserve im Jahre 1913, eine aus Regionalbanken begründete Zentralbank mit Paul Warburg als ihrem ersten Präsidenten. Die amerikanische Zentralbank ist eigentlich im Privatbesitz von ausländischen Großaktionären: den Rothschilds (London & Berlin), Warburg Co. (Hamburg & Amsterdam), Kuhn-Loeb Co. (Deutschland), Lazard Bros. (Paris), Israel Seiff (Italien), Lehman Bros. (New York), Goldman Sachs (New York), der Rockefeller Familie (New York) und von J.P. Morgan Interests (New York). Finanzieren diese Kreise den Wahlkampf des kommenden Präsidenten, bestimmen sie auch den jeweiligen Zentralbankpräsidenten. „Gebt mir die Kontrolle über die Währung eines Landes und es ist mir egal, wer die Gesetze macht“, war das Leitmotiv von Baron Rothschild.” ( vgl. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29382/1.html )
sim berlin
January 5th, 2009



