london riots: the picture
wie so oft bei den allgegenwärtigen nachrichtenspektakeln zirkulieren eigentlich über all die gleichen bilder. auch die presse hat twitpic und youtube entdeckt und so ist der zeitliche recherche-vorsprung beim bildersuchen auch für den geübten twitter-nutzer zusammen geschrumpft. bei den #londonriots ist das nicht anders.
schreiben tun auch alle das gleiche und in den allermeisten fällen scheint mir auch die mainstream-analyse gar nicht so verkehrt. man nimmt sich was man von morgens bis abends auf allen kanälen als non plus ultra präsentiert bekommt. ob das jetzt asozial, politisch oder revolutionär zu nennen ist weiß ich nicht. trotzdem sollte man vielleicht nicht ganz vergessen, dass auch die französische revolution letztlich wegen allzu großem appetit losgetreten wurde.
an artikeln seien hier zwei berichte der berliner gazette erwähnt:
“Habt ihr einen Hammer dabei?” Spaziergang durch ein unheimliches London
http://berlinergazette.de/london-riots-2011-bericht/
Riots in London: Soziale Medien im Zeichen von Selbst-Justiz und Überwachung
http://berlinergazette.de/riots-in-london-soziale-medien
anhand dieser bin ich dann über einen link im kommentarfeld auch auf das nachfolgende foto gestoßen.
die ganze fotostrecke gibt es hier .
wie gesagt, die allermeisten bilder kennt man und sie erzählen auch nicht neues.
nur das hier folgende, hat bei mir doch ein leichtes gruseln ausgelöst.
die politische analyse bestehender machtverhältnisse in wohlklingende worte zu fassen ist nicht mein stärke, das überlasse ich anderen.
deshalb möchte ich das bild der aufrechten, wütenden, latte-macchiato-und-yoga-gestählten bürgerin mit dem schlachtruf-slogan auf dem shirt und dem besen in der hand hier ohne weiteren kommentar archivieren.

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