eva van der leyen war so stolz

eva war verdammt stolz auf sich. gut, sie war nie die hellste und das wusste sie insgeheim natürlich auch. in der schule wurde sie immer “die doofe uschi” genannt, das war nicht sehr lustig und tat schon etwas weh. sie erinnerte sich nicht sehr gerne daran.
aber jetzt war sie familienministerin. wenn sie nun noch jemand “doofe uschi” nennen würde gäbe es aber mächtigen ärger.
glücklicherweise war sie auch noch rechtzeitig der cdu beigetreten und nicht den dämlichen sozialdemokraten. “bei der spd sind die leute ja immer sehr kritisch” dachte sie sich “aber als cdu-ministerin für familie kann man machen was man will, und kein schwein interessiert sich dafür.” gluckste sie in ihr mikrofon.
und genau das tat sie auch.
es war mal wieder ein super abend, auch wenn sie, wie so oft, völlig allein war. aber sie hatte sich daran gewöhnt von allen nur belächelt zu werden. das machte ihr schon gar nichts mehr aus. wenn es aber mal wieder zu schlimm werden würde mit der einsamkeit, dann würde sie einfach noch ein baby machen. schliesslich war sie familien- und karriereministerin, eine echte powerfrau eben.
heute abend aber war mal wieder etwas besonderes geplant. sie hatte sich in dem rechenzentrum eingeschlossen in dem sich auch das internet befand, ein bka-mann hatte es ihr gezeigt.
sie fühlte sich unbehaglich inmitten dieser perversencommunity, es war an der zeit hier mal richtig aufzuräumen. dafür braucht es eine frau mit prinzipien, das war ihr bewusst. sie musste stark sein.
doch sie war hier um sich etwas entspannung zu gönnen. heute wollte sie sich verwöhnen.
und so nahm sie etwas nervös, aber auch leicht erregt vor dem mikrofon platz. in ihrere fantasie ließ sie den film ablaufen den sie schon so gut kannte und der ihr stets so große freude bereitete.
… kalte bunkerwände, draußen dumpfer kriegslärm, der russe hatte berlin fast eingenommen, es herrscht eine düstere stimmung im führerbunker. selbst blondi spürte den aufziehenden ärger. doch für ursula ist es der schönste moment ihres lebens. mit großen augen blickt sie zu dem ausgeschnittene führerportrait auf. sie schluckt einmal, atmetet tief durch. dann ruft sie freudig erregt ins mikrofon. “adolf, liebster führer, willst du mich eva heiraten.” hallte es in ohrenbetäubender lautstärke über die 50.000 watt-anlage, die sie hatte bereitstellen lassen.
doch es war immer das gleiche. kurz bevor sie endlich zum orgasmus kommen würde, fiel ihr wie jedesmal diese verdammte fliegerbombe der amerikaner auf den kopf.
“wie damals in der schule” dachte sie.

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August 5th, 2009 at 11:43 am
danke f. die schoene geschichte!
August 5th, 2009 at 2:49 pm
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